Pace

Rigger, Mensch

Description:
Bio:

Thomas Doyle (aka Pace)

Geboren in den frühen Jahren des 21. Jh. [10.12.2013] in Ballycastle in Ulster in Eire bei Belfast, als erstes von insgesamt drei Kindern.
Seine Eltern waren in den früheren Zeiten einmal fleißige Fischer, doch mit der Machtübernahme der Drek-Elfen, ward alles anders. Sie mussten sich auf ihrem alten Fischkutter (Cetacean) verstecken, der an einer vorgelegenen Insel vor Anker lag.
In seiner Kindheit hungerte er oftmals und wenn, dann bezog er hauptsächlich seine Nahrung aus dem Meer und mit der Zeit entwickelte er eine gewisse Abneigung dagegen. Schon früh erlernte er den Umgang mit Schiffen und die Navigation, selbst mit den simpelsten Instrumenten. Einige irische Familien, hielten sich aus Angst vor den Besatzern versteckt. Es gab ein zerbrechliches Netz von sogenannten Supporttroops, die im Schutze der Dunkelheit mit anderen Nicht-Elfen Handel trieben. Denen half Thomas so gut es ging und lernte die Tricks, wo man Güter verstecken konnte und wo nicht.
Seine Eltern hießen diese Machenschaften nicht für gut, und warnten Thomas öfters, dass er
sich lieber fügen sollte, bevor noch ein Unglück geschieht.
Thomas mochte diese Einstellung nicht, ja, er verabscheute das Katzbuckeln seiner Eltern geradezu. Er bezichtigte sie des Verrates, wenn sie die ‘Beiträge zur Erhaltung natürlicher Areale’ an die ‘Provisional IRA’ entrichteten, wie sie das Schutzgeld nannten. Als 2034 Tír na nÓg ausgerufen wurde, waren die Übergriffe der ‘Ordnungskräfte’ praktisch legalisiert und das Leben als Rebell unerträglich. Vor allem ein Sergeant hatte ein Auge auf ihn: Brian O’Scuffle, der für einen Ork eine verdammt hohe Position inne hatte.
Pace’ Schwestern Lucy und Kate, die eineiige Zwillinge waren, bekamen relativ wenig von der angespannten Situation mit, sie wurden erst 2035 geboren. Die beiden waren der Anlass, warum Pace sich noch nicht aus dem Staub gemacht hat. Er genoß es, ihnen beim wachsen förmlich zuzusehen, und brachte ihnen ein paar Dinge extra bei, die sie nicht von ihren Eltern bekamen.
Eines Nachts 2041, in der zahlreiche Schmuggelringe gewaltsam zerschlagen wurden, beschloss er, dass es hier zu heiß geworden ist, und bot seinen Eltern an, gemeinsam Irland zu verlassen.
Sie lehnten ab, sie waren zu alt und zu bequem um jetzt noch einen Tapetenwechsel zu vollziehen und außerdem die Zwillinge… Wenige Tage darauf kamen seine Eltern von einem Spaziergang zu ihrem ehemaligen Haus wieder zu ihrem Boot, dort fanden sie Thomas allerdings nicht mehr vor. Und das Boot auch nicht.
Kate und Lucy weinten anfangs bitterlich ob deren Verlust, aber auch das legte sich wieder.
Für Thomas lag es nahe, mit dem Kutter den Horizont heranzuholen, und schon verschlug es ihn in den Süden. Er wollte den nächstbesten Staat kennenlernen, der nicht vollständig mit Hochnasen durchsetzt ist, und fand sich in Frankreich wieder. Sein Ziel war es, ein Leben ohne ständiger Angst vor permanenter Willkür der Elfenexekutive zu leben.
In Frankreich verdingte er sich seinen Unterhalt mit einfachsten Transportaufgaben, die auf dem Seeweg stattfinden mussten. Auftragsgeber waren Händler oder Privatpersonen, er verdiente nicht viel, aber zum überleben war es allemal genug.
Er heuerte Gleichgesinnte an, um den Aufgaben gewachsen zu sein: Politische Flüchtlinge, alteingesessene Seemänner oder anderer gesellschaftlicher Abschaum.
Ein Kunde wollte Thomas, der sich mittlerweile als Pace vorstellte, einen Spezialauftrag erledigt haben. Er ging darauf ein, denn er liebte das Geschaukle an Bord des Schiffes auf dem Meer und die Aussicht, ein lukratives Geschäft einzuholen war verlockend.
Dieser Job war das Grimmigste was er je erlebt hatte. Er hatte ja schon großen Seemannsgarn gehört, aber selber einen erwachten Kraken gesehen? Nie im Leben. Was sich sein Kunde dabei gedacht hat, wollte Pace lieber nicht wissen, ein anderes Schiff ging bei der Bergung drauf, sein eigenes war schwer beschädigt.
Den nächsten Monat war er damit beschäftigt sein Schiff wieder auf Vordermann zu bringen, zum Glück ließ sich sein zeitweiliger Partner nicht lumpen und kam mit einer nagelneuen Riggerkontrolle für den Schaden auf, die er irgendwo auftreiben konnte. Die Cetacean riggen zu können ließ Pace immer wieder ein Grinsen auf das Gesicht zaubern. Nur noch das Schiff mit der entsprechender Hardware ausrüsten, schon kann es losgehen.
Nach der Operation hatte er einen Dickschädel, der es ordentlich in sich hatte. Könnte auch an der halben Flasche selbst gebrannten Whiskys liegen, die er noch von seinen Eltern für besondere Tage aufgehoben hatte.
2051 hatte einer seiner Kunden einmal ernsthafte Probleme, zumindest schien es so, weil er eine Menge Geld und keinerlei Informationen feilbot. Er wollte sich unbedingt, auf jeden Fall und in dringendster Weise unerkannt aus Frankreich absetzen. Dieses Angebot schlug Pace nicht aus. Das Geld war einfach wieder zu verlockend, er setzte Kurs in Richtung Allianz Deutscher Länder.
Die Auswirkungen der „Black Tide“ aus dem Jahre 2011 waren der See immer noch anzumerken. Gut für uns, dachte Pace, sind wenigstens nicht allzuviele Touristen im Weg.
Er steuerte die Elbe an, und ging in Hamburg erstmals wieder von Bord, seinen Kunden wünschte er noch einen angenehmen Aufenthalt, dann war er auch schon verschwunden.
Über Schattenkontakte besorgte er sich eines dieser neuen SmartGun-Systeme, denn ohne Feuerschutz lebt man nicht lange in dem Milieu, wie Pace schnell merkte, eine Datenbuchse gab es gratis dazu und ja, er hatte genug Zeit und Gelegenheit schießen zu üben.
Mit seinem Kutter bestritt er nun Expedierungen für diese sonderbaren Herr Schmidts und sogar für GenePeace Aktivisten, Terra Fist! oder für Save Our Seas.
Doch das hatte auch seinen Preis, nämlich ständig den Giftnebeln, und wilden, unbarmherzigen und unberechenbaren Monstrositäten ausgesetzt zu sein. Um von diesem widrigen ‘Natur’-Umständen wegzukommen beschloss er 2055 seinen Geschäftsstandort zu verlagern.
Pace versuchte es inzwischen nochmal nach Eire zu kommen, in der Hoffnung, dass er seine Eltern und Schwestern mitnehmen kann, jedoch ohne Erfolg. Er konnte froh sein, dass er noch lebte, denn die Sicherheitsvorkehrungen der Elfen vor der Küste waren enorm. Pace musste umdenken, und zwar drastisch.
Er beschloss in die UCAS zu gehen und dort sein Glück zu versuchen: Geld zu verdienen und sich einen Plan erarbeiten nach Eire zu kommen.
Aus der ADL hat er noch eine handvoll Passagiere an Bord genommen, für ein Trinkgeld, versteht sich. Zügig steuerte er New Orleans an, die Atlantiküberfahrt war die reinste Hölle.
Während der Überfahrt kam eine Frau mit wallendem, braunen Haar auf ihn zu: Farouche, eine verrückte, liebenswürdige Person, die ihm anbot in Seattle ein paar Jobs an Land zu ziehen.
Er nahm dankend an, doch verschob die Sache für die Zukunft, er wollte erstmal New Orleans kennenlernen.
Dort angekommen, hauste Pace die erste Zeit auf seinem Schiff, bis er sich eine kleine Wohnung leisten konnte. Widerwillig verkaufte er „Cetacean“ an einen japanisch aussehenden jungen Kerl, bestimmt einer dieser Yakuza, da er in absehbarer Zeit keine Verwendung für den Kahn hatte und das Angebot wirklich ein sehr gutes war.
New Orleans, damals schon ein berüchtigter Umschlagplatz für Waren aller Art, und sonstiges zwielichtiges Gesindel, bot auch Pace lukrative Aufträge. Vom Geld aus dem Bootsverkauf ließ er sich einen Van besorgen, den er mit Markus einem Zwergenrigger, ordentlich aufmotzte. Er lernte den mürrisch, aber vertauenswürdigen Zwerg in einer Kneipe kennen, man kam ins Gespräch, wie das eben so ist. Markus kam eigentlich aus Seattle, der sich für Maschinen jeglicher Art begeistern konnte und er war ein Mitglied der Technicolor Wings, eine Firma, welche offiziell als Transport-, Paket- und Expressunternehmen gehandelt wird und die in Seattle, New Orleans und sogar in Wladiwostok Niederlassungen betreibt.
Inoffiziell ist Technicolor Wings ein Haufen Schmuggler, die ein beträchtliches Netzwerk durch T-Birds, Schiffcrews und Bodenfahrzeugen aufrechterhalten.
Markus, paranoid wie jeder guter Schwarzarbeiter, hat doch irgendwie einen Narren an Pace gefressen und bot ihm an, dem Verein beizutreten. Er nahm an. Seine Aufnahmeprüfung bestand darin, eine Lieferung nach Chicago und wieder zurück nach New Orleans zu bringen. Markus als Ortskundiger und Mentor begleitete ihn.
Die Ladung fand sich, für die Umstände in bestem Zustand, wie geplant in Dodgers Händen wieder. Dodger ist ein Ork, der in Hamburg als Streetworker von einer christlichen Organisation angestellt wurde, und nun dort helfen will, wo es am meisten notwendig ist. Auf göttlicher Mission sozusagen, aber vielleicht ist Bug City nicht ganz der richtige Ort dafür.
Ein weiterer Job der Wings brachte ihn nun nach Seattle; Markus begleitete Pace zu dessen Unterschlupf, von wo aus er sich eine Wohnung suchte und von nun an in Seattle ansässig wurde.
Pace erinnerte sich an die hübsche Frau von der Schifffahrt und nahm mit ihr Kontakt auf, um weitere lukrative Jobs an Land zu ziehen. Die Konkurrenz in Seattle für illegale Transporte ist enorm, und ein paar Nuyen zusätzliche kann wohl jeder vertragen.

Pace

ARC Duff_y